Arabisch-Stunden • Beatrice Rieben

Arabisch-Stunden

Sobald wir den Bescheid haben, dass wir nach Beirut versetzt werden, melden wir uns für Arabisch-Stunden an. Und zwar bei der English Gallery, die von einer früheren Schulkollegin von mir gegründet wurde. In unserer ersten Stunde, die wir zu zweit bei uns daheim haben, lässt uns Abdullah das Alphabet lesen und aussprechen. Die Betonung ist dermassen ungewohnt, man ist froh, sich als Paar schon länger zu kennen. 

Auch in den folgende 20 Lektionen werde ich das Gefühl nicht los, zurück in die erste Klasse versetzt worden zu sein. So langsam lese ich. Es ist ein bisschen, wie eine Geheimsprache zu lernen. Aber es fägt, ist gut für mein Hirntraining. Ein kleines Aha-Erlebnis in der ersten Stunde: "ahlan" heisst hallo. Genau wie das englische Hochglanzheftli "Hello" in der Middle East Ausgabe, die ich jeweils im Transfer in Dubai in die Schweiz gekauft habe. 

Ich übe fleissig schreiben und aussprechen. Ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass sich Arabisch weniger schnell lernt als damals Englisch oder Französisch. Der Hubby und ich sind jedes Mal fix und fertig, wenn der Lehrer zur Tür raus geht...