Es sind die kleinen Dinge, die zählen – daheim und im Ausland • Beatrice Rieben

Es sind die kleinen Dinge, die zählen – daheim und im Ausland

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Als mein jugendlicher Sohn meinte, sein Lieblings-Schoggidrink aus der Migros sei ihm nun verleidet, wusste ich es: es wird Zeit für unsere Rückkehr nach Beirut. 

Wir erlebten wahrlich den Sommer aller Sommer in Europa, sonnig sowie harmonisch und genossen unseren Heimaturlaub immens.

Hier meine abgehakte Check-Liste in keiner speziellen Reihenfolge: Schoggi-Drink und Grill-Poulet aus dem Migros (nicht in dieser Zusammensetzung, of course), Artischocken-Carpaccio aus dem Restaurant Kirchenfeld, Birchermüesli vom Steinmann in Thun, Paprika Zweifel Chips, Schüblig und Cervelats, wunderschöne Spaziergänge im Wald und an der Aare, mit und ohne Hund, viele kleine impromptu Konzerte in der Münstergasse gehört, unzählige Apéros im Lorenzini und Adrianos und diverse Absacker mit Freundinnen, 1x 50er-Party, Schifffahrten auf dem Thunersee mit der Blümlisalp, jeden Tag Zeitung lesen, Ausflüge ins Berner Oberland und ins Emmental, Berner Platte mit Sauerkraut und Bohnen, Crème brulée in Nizza mit Familie und Konzert von den Black Eyed Peas am "Jazz Nice", Florenz mit BFF, Wienerschnitzel im Büner, Saltimbocca im Dolce Vita Breitenrain, Glacé aus der Gelateria die Berna, baden im Thunersee, 80.er Geburtstag meines Vaters,  funktionierender OEV, wann und wo man möchte, frisches Trinkwasser, Coeur de boeuf Tomaten, mit dem Senkeltram fahren, Gschwellti mit Käse und Salaten, Röschti im Tramdepot, Bären im Bärenpark beobachten. Weniger gearbeitet als vorgenommen, dafür mehr Sport getrieben als geplant.

Ich bin so dankbar für das alles! Ich habe sehr viel Energie getankt im ruhigen und sauberen Bern. 

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Crème brûlée

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Black Eyed Peas in Nizza

Schloss Schadau am Thunersee

Nun: khedni 3a Beirut. Take me to Beirut, wie auf meinen Sneakers geschrieben ist.

Es sind die kleinen Dinge, die einem das Gefühl geben, an einem fremden Ort daheim zu sein. Und die einem Halt geben und einen Alltag definieren. Und für die wir zufrieden sein sollen. Wenn ich mit meinem Hund durch das Quartier spaziere, fühle ich mich inzwischen, wie wenn ich in Bern durch den Breitenrain gehe. Überall kenne ich nette Menschen, die freundlich grüssen und ein paar Worte mit einem tauschen. Sei es mit einer meiner Expat-Freundinnen, die auch in Achrafié wohnen (die Welt ist auch in Beirut ein Dorf) oder mit Natascha, wenn ich mein Baguette im Bread Republic kaufe. Bereits am Flughafen werde ich mit einem herzlichen „Welcome to Lebanon“ begrüsst werden. An der Passkontrolle! Ich freue mich auf meine Freundinnen, die mich zum Glück auch vermissen, meinen Kleiderschrank, nachdem ich gute 2 Monate mit lediglich 20kg Kofferinhalt zurecht kam, Eddé Sands Resort, people watching im Riviera Beach Club und grundsätzlich auf den verlängerten Sommer, vegetarische Kebbeh im armenischen Resto Mayrig, Spaziergänge mit dem Hubby nach Badaro und entlang der Corniche, das aktive Beiruter Sozialleben, Labneh-Roll mit Gurken, Tomaten und Minze, Charbel, mein Dry-Cleaner, der mich B. nennt und meinen Hubby Bro oder Dude und der mich von weitem sieht und bereits das richtige in der Hand hält, auch wenn ich mit dem Auto vorbei fahre (!), Martha, die Lismi-Lehrerin, die schimpfen wird, wenn sie sieht, wie wenig ich gestrickt habe (wie es scheint, kann man in Bern nicht einfach im Geschäft „weisse Wolle“ bestellen); Dienstag Abend Yoga, Elie und Fadi vom Bodylab; Randen-Hummus im Al Falamanki; Iris Rooftop Bar; unser wunderbares Sri lankisches Bett, den direkten und privaten Zugang ins Bad (!); die Filmfestivals im Herbst; monatliche Coffee-mornings mit unserem internationalen Grüppchen; schauen, was sich bei Sarah’s Bag und Elie Saab so tut, Vogel-Migration beobachten in Tannourine, meine Seifen von Khan Al Saboun. 

Und bereits im Herbst bin ich wieder hier, wenn mein Grosser seinen 19. Geburtstag feiert. Ja, den Erstgeborenen lassen wir hier zurück, und das fällt mir wahnsinnig schwer, mit Betonung auf mir. Er ist sehr happy in seinem neuen erwachsenen Leben in der WG und seinem Praktikum.

Wie mir das alles einfährt, ist Stoff für einen separaten Blog. Wish me luck! 

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vegetarische Kebbeh

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in meinem Quartier Achrafié in Beirut

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Iris Rooftop Bar