5 Tipps, wie der Heimaturlaub nicht im Stress endet • Beatrice Rieben

5 Tipps, wie der Heimaturlaub nicht im Stress endet

Es gibt nichts schöneres, als ein paar Wochen im Sommer mit seiner Familie in der Heimat zu verbringen: Familie und Freunde treffen, laue Sommerabende mit Gegrilltem geniessen, sauberes Wasser trinken, seine Lieblingsrestaurants besuchen etc.  Würde man denken.

Aber viele FreundInnen erzählen mir vom alljährlichen Stress, den sie während ihres längeren Sommer-Aufenthalts in der Heimat haben. Und ich habe es selbstverständlich selber so erlebt. Ich nenne den Aufenthalt absichtlich nicht Ferien, weil er eben nicht zu 100% aus Ferien besteht, wie wenn ich von hier für zwei Wochen nach Mallorca gehe. Sondern weil er oft im Stress endet, weil man zum Beispiel immer umziehen muss mit Sack und Pack oder über die ganze Zeit Termine gestreut hat. Oder weil Verwandte und Freunde eine andere Meinung dazu haben, wie unser Urlaub verlaufen sollte… etc.

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an der Aare, unserem "Hausfluss" in Bern

Seit ich meine Erwartungen tiefer halte, geht es mir während und nach den Ferien deutlich besser. In den letzten Jahren haben sich für mich folgende Strategien bewährt: 

1. „richtige“ Ferien einplanen. Was meine ich damit? Wenn es irgendwie möglich ist, plane ich während des Heimaturlaubs Zeit ein, in der ich mit meiner Familie oder alleine irgendwohin verreise. An diesem Ort gibt es keine Freunde, die besucht werden wollen und keine Zahnarzttermine, die es einzuhalten gilt. Also richtige Erholung. 

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"Ego"-Ferien in Florenz mit meiner Freundin!

2. Gute Organisation, wie immer, ist die halbe Miete. Ich organisiere mir meine Arzt- und Geschäftstermine so, dass sie mir genügend Freiraum lassen für meine anderen Dinge, die ich tun will. Nach Möglichkeit lege ich die Daten weit im voraus und gebündelt fest. 

3. Ämtliplan mit Teenagern und Kindern. Damit der pubertierende Nachwuchs weiss, dass er mitverantwortlich ist am guten Gelingen des Aufenthalts und man nicht alleine für alles zuständig ist, haltet man am besten schriftlich fest, wer was tun soll. Ich finde es wichtig, dass Expat-Kinder auf das normale Leben, in dem man selber waschen und putzen muss, vorbereitet werden.

4Wenn es irgendwie machbar ist, eine kleine Wohnung zu behalten, dann sollte man dies tun und allenfalls günstig untervermieten während der restlichen Zeit, per AirBnB oder sonstwie. Eine super Lösung, die ich nur empfehlen kann! Es erleichtert so manches, wenn man nicht immer umziehen muss, und vor allem fühlt man sich sofort daheim. Und unabhängig vom Goodwill der Familie, Freunde usw!   

5. Sich nicht zu viel vornehmen. Im Sinne von weniger ist mehr, will ich mir lieber viel Zeit nehmen für wenige Menschen, anstatt wenig Zeit für viele. Und den Dingen, die ich tue. Auch wichtig, dass man nicht zu viele Erwartungen hat, weder an die Leute, deren Leben während unserer Abwesenheit eben auch weiterging noch daran, dass ein Heimaturlaub in absoluter Harmonie verläuft -  man könnte den Aufenthalt diesbezüglich wie die Weihnachtszeit betrachten… 

Bonus-Tipp: zum ersten Mal habe ich dieses Jahr gleich am ersten Tag in der Schweiz ein Fitness-Abo gelöst für zwei Monate. So gerate ich sportlich nicht auf Abwege und fühle mich beim Wiedereinstieg in Beirut nicht so unfit wie in früheren Jahren. Als kleiner Nebeneffekt kann ich auch all die Cervelats und Zweifel Chips, die ich mit Freuden esse, im Gleichgewicht halten...

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Münstergasse, Bern