Wenn der Wurm mal drin ist…

Unser Grosser wurde vor kurzem 16. Zu seinem grossen Tag schenkten wir ihm ein Ticket in die Heimat. Und unser Vertrauen, dass schon alles gut komme auf seiner ersten Flugreise alleine… Little did we know.

Mitten in der Nacht ging sein (und unser!) Abenteuer los. Ich begleitete ihn mit dem Taxi bis zum Flughafen. Das wars dann auch schon, weil der Bub mitsamt dem Gepäck vor dem Check-In durch eine erste Sicherheitskontrolle alleine weiter musste. Bis Frankfurt lief alles gut. Dann musste er durch den Flughafen sprinten, um den Anschlussflug nach Zürich zu erreichen. Der Koffer schaffte es leider erst am nächsten Tag nach Zürich. Mein Vater, der meinen Sohn abholte, machte sich bereits Sorgen, warum dieser so lange nicht auftauchte. Als er, ohne Koffer, bereit stand, war der Zug nach Bern annulliert. Endlich in Bern, war dann alles super. Er sah alle seine Freunde wieder und genoss es so richtig. Am Freitag hatte er ein paar Leute zu sich eingeladen in unsere Wohnung, und bereits um 21h25 läutete es an der Tür: eine Nachbarin aus einem anderen Stockwerk, die vom „Lärm“ der Jugendlichen gestört war.  Sie beschlossen darauf, die Party nach draussen zu verlegen. Irgendwann am nächsten Tag merkte der Bub, dass sein Rucksack mit Pass, Aufenthaltskarte vom Libanon und Brille fehlten. Das teilte er uns aber erst um 10h abends mit, bevor er am Sonntag Morgen zurückgeflogen wäre. Wir waren nichtsahnend in eine neue Serie „Devious Maids“ vertieft (äusserst unterhaltsam, wenn einem ein Mix zwischen Telenovela und desperate Housewives gefällt) – als er mir per WhatsApp die Meldung schickte. Ich bin fast ausgeflippt. Also ganz ehrlich: ich bin natürlich ausgeflippt. Eine liebe Mutter seines Freundes nahm sich des Problems an. Währenddessen versuchten wir, die Hotline des EDA’s zu erreichen. Ein Königreich für Gratistelefonie mit WhatsApp übrigens. Zeitweise waren der Hubby und ich beide gleichzeitig am Telefon. Wir bekamen die Auskunft, dass unser Sohn sich am Flughafen in Zürich am Sonntag einen Notpass machen lassen könne, während selber Sohn richtiggehend auf verlorenem Posten vor dem Polizeiposten stand. Einen gestohlenen Pass könne man erst am Montag melden, wenn das Büro wieder offen sei, wurde ihm durch die Fernsprechanlage mitgeteilt. Dann also Kantonspolizei am Flughafen  Zürich. Ob der Bub am Sonntag seine Rückreise antrat, erfahrt Ihr morgen...

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Beatrice Rieben - Life(Style), Confidence & Expat Coach