unser erster Besucher

Vollmundig hat er angekündigt, damals an unserem Abschiedsfest in Bern, dass er uns als erster hier besuchen werde, sobald wir eine Wohnung hätten.  Die Rede ist von meinem Päpu. Und was er sagt, macht er auch. Eigentlich ist er ständig auf Achse, und ein alter Hase, wenns ums Reisen geht. In Sri Lanka hat er uns sicher 5 mal besucht. Obwohl er nicht englisch spricht, musste er nie um Preise verhandeln. Er kriegte immer die besten Tuktuk-Deals, im Gegensatz zu uns, die dort wohnten! Mein Päpu fügt sich sofort und unkompliziert in unser Leben ein und ist happy, auch wenn hier nur Alltag stattfindet. Er ist aber auch dabei, wenn wir eine Reise unternehmen. Die Hitze lässt ihn kühl, und Jetlag kennt er nicht. Päpu nimmt einen kleinen Nap nach seiner Ankunft  (also einen Mittagsschlaf, wie das früher hiess), und dann geht’s für ihn weiter. Er hat immer das Richtige dabei. Wenn es zum Beispiel einen Stromausfall gibt, zaubert er eine Taschenlampe aus seinem kleinen Gepäck. Und man wundert sich, woher er noch den Platz nahm, musste er doch für uns Käse, Schoggi, Thomi Mayo und Nespresso-Kapseln mitbringen. Meine Schwester und ich haben einen running gag unter uns, wenn er bei einer von uns zu Besuch ist: „jetzt hast Du ihn wieder“. Aber Päpu nervt recht selten, es ist ein Vergnügen „ihn zu haben“. Morgen früh wird er erwartet, er hat sich die unmöglichsten Flugzeiten ausgesucht. Aber auch das wird kein Problem für ihn sein. Wir freuen uns auf ihn.

Beatrice Rieben - Life(Style), Confidence & Expat Coach