Besuch beim Zahnarzt

Und schon wieder habe ich positives zu berichten von unserer ersten Zahnarzt-Erfahrung in Beirut. Aber bevor ich dazu komme, muss ich unsere Fahrt dorthin erwähnen. Wir also unterwegs mit unserem Haus-Taxifahrer Romeo. Zuerst einmal beschimpft er einen Autofahrer als Esel, wie er mir auf englisch erklärt. Ich freue mich, dieses Wort auf arabisch zu kennen und frage: “ach so, ein „himar“ also?. Er darauf: "nein, himar ist ein kleiner Esel, dieses war ein grosser Esel…  Als nächstes zeigt er während des Fahrens mit dem Finger auf einen Schwarzen, der Einkäufe schleppend seines Weges geht und verkündet: „I don’t like these people“. Ich, trying to catch a breath, ermahne ihn: „please don’t say that“. Daraufhin hat er noch eine weitere Beleidigung parat und ich frage meine Kinder, ob ich jetzt was sagen solle, aber sie winken beide ab.

Inzwischen sind wir an unserer Destination angekommen und fahren mit dem Lift hoch in den 10. Stock der Gemeinschaftspraxis, wo der neue Kieferorthopäde meiner Buben tätig ist. Wir werden aufs herzlichste willkommen geheissen von der Praxis-Assistentin und nehmen im Wartezimmer Platz. Der Arzt ist in Kürze und vor dem Termin für uns da. Er wurde mir übrigens empfohlen von jemandem aus einer meiner Facebook-Gruppen. Er guckt sich zuerst unseren Jüngeren an, der seit einer Weile in einer kiefer-orthopädischen Behandlung in Bern ist und nun hier einfädeln muss. Dann ist der Grössere dran, der nochmals und nur für kurze Zeit eine Spange brauchen wird. Der Zahnarzt nimmt sich sehr viel Zeit für uns und erklärt uns alles in Ruhe. Was mir sehr gefällt, ist auch, dass er nicht ein einheitliches „Schublädli“ für alle anstrebt und vor allem verkaufen will. Die Buben finden seine Art, mit ihnen umzugehen, toll. Mich hat bereits sein „Arbeitsbuch“ im Wartezimmer überzeugt. Wir vereinbaren einen weiteren Termin und nehmen diesmal ein anderes Taxi zurück.

Beatrice Rieben - Life(Style), Confidence & Expat Coach